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28. März 2016

Holly Seddon: Locked In

Heyne | 432 Seiten | erschienen: 03/2016 | Originaltitel: Try Not to Breathe
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Amy war jetzt absolut reglos, ihre Augen und ihr Mund verrieten nichts. Trotzdem stand Alex noch immer erstarrt und mit offenem Mund neben dem klobigen Pflegebett. Das einzige Geräusch außer ihrem in den Schläfen pochenden Puls war das Radios im Schwesternzimmer, das wegen des schlechten Empfangs knisterte.

Über das Buch

Du denkst, sie hört dich nicht. Aber du täuschst dich.
Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben?


Meine Meinung

Einstieg
positiv
Zuerst begegnet der Leser Amy im Jahr 1995 man lernt sie und ihre Persönlichkeit ein wenig kennen. Ich mochte diesen Einstieg, weil man so einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse hat. Es fiel mir sehr leicht mich in die Geschichte hineinzufinden.

Schreibstil
positiv
Die Autorin hat in diesem Buch zwei verschiedene Erzähler gewählt. Amy hat sie eine Stimme verliehen und ihr den Ich-Erzähler gegeben, was meiner Meinung nach auch die einzig gute Lösung ist und der Rest der Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Ich muss sagen, dass ich das gar nicht so sehr mitbekommen habe. Ich bin eigentlich ja nicht so der Fan davon, aber das Buch war so mitreißend und bildhaft geschrieben, dass es mir erst jetzt beim Schreiben der Rezension aufgefallen ist.

Charaktere
positiv
Vom Prinzip her fand ich alle Charaktere sehr gut beschrieben. Ich mochte Alex und ihre Art, auch wenn ich nicht ganz verstanden habe, warum sie unbedingt Alkoholikerin sein musste, denn es hat mit der Geschichte an sich auch so gar nichts zu tun gehabt. Keiner wusste es, außer ihrem Ex-Mann. Auch Jacob mochte ich sehr gerne und konnte auch verstehen, warum er einen eigenen Part in der Geschichte bekommen hat, er ist mir sehr ans Herz gewachsen während des Ganzen. Ich habe jedoch nicht verstanden, warum Sue einen eigenen Part haben musste, das war meiner Meinung nach unnötig.

Verlauf
positiv
Der Verlauf der Geschichte war spannend gestaltet. Ich fand es herausragend, dass die Ermittlungsarbeit für mich absolut logisch nachvollziehbar war und ich nie einen Moment hatte in dem ich dachte: "Ja, alles klar. Wem wollen sie das denn erzählen?" Ich hatte zwar ab ungefährt 3/4 des Buches eine Ahnung wer der Täter war, aber ich konnte mir erst sicher sein, als es dann bestätigt wurde. Auch wenn es mal Abschnitte gab, wie ich sie bei den Charakteren schon erwähnt habe, die ich als überflüssig empfunden habe, kam trotzdem nie Langeweile auf.

Ende
positiv
Der Fall wurde logisch nachvollziehbar aufgeklärt und das Ende war ziemlich spektakulär. Gerne würde ich so etwas wirklich mal live erleben. Die Forschung macht heutzutage so vieles möglich, also warum nicht? Da hatte ich wirklich ein bisschen Gänsehaut. Auch der private Abschluss von Alex hat mir gut gefallen. Ich hätte sie gerne noch länger begleitet, aber ich konnte das Buch an dieser Stelle auch gut abschließen.


Bewertung: Note 2

Ich vergebe für diesen Spannungsroman die Note zwei, weil meine Erwartungen an die Geschichte gut erfüllt wurde, es mich jedoch nicht vollkommen überraschen konnte. Es gab sehr gut ausgearbeitete Charaktere, einen Plott den man logisch nachvollziehen konnte und faszinierende Geschehnisse im Bezug auf das Wachkoma. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und kann es ohne Einschränkungen weiterempfehlen.



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Meine Frage an euch ..

Seid ihr schon mal mit dem Thema Wachkoma bzw. Lockedin-Syndrom in Berührung gekommen?
Ich habe während meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin in einem Altenheim gearbeitet, dass auch Wachkoma Patienten betreut. Dabei habe ich gelernt, dass man niemals davon ausgehen sollte, dass diese Leute einen nicht hören oder verstehen können. Ich wurde sehr auf dieses Thema sensibilisiert und finde es großartig, dass es auch mal in einem normalen Roman zur Sprache kommt. Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte sollte sich das Buch "Bis auf den Grund des Ozeans" einmal näher ansehen. Eine unglaubliche Geschichte über eine Frau die sehr lange Zeit im Wachkoma lag.


Kommentare:

  1. Hallo liebe Lotta ♥
    Erstmal ein großes Dankeschön für die Verlinkung meiner Rezension! Das freut mich wirklich sehr! :)
    Schön, dass dir das Buch auch gut gefallen hat! Ich finde das Thema 'Wachkomma' unglaublich spannend und habe dazu auch schon das ein oder andere Buch gelesen. Allerdings alles Romane und keine Fachbücher. "Bis auf den Grund des Ozeans" werde ich mir gleich mal näher ansehen - danke für den Tipp!

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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    1. Hallöchen Jasi,
      aber natürlich habe ich dich verlinkt. :D Ich mochte deine Rezension wirklich gerne und es war die erste, die ich zu diesem Buch gelesen habe. :) Ich finde das Thema auch sehr spannend, solange es mich selbst nicht betrifft. Ich habe echt Respekt vor solchen Phänomenen und kann mir gar nicht vorstellen, wie grausam das sein muss. Sowohl für die Angehörigen als auch für die Betroffenen. Unfassbar. Ich kriege schon wieder eine Gänsehaut, wenn ich drüber nachdenke. Irgh.
      "Bis auf den Grund des Ozeans" wird dir ganz bestimmt gefallen. Das Buch ist großartig.

      Liebst, Lotta

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  2. Hallo Lotta,

    da musste ich doch glatt mal einen Gegenbesuch abstatten. Was soll ich sagen das Buch klingt wirklich gut. Ich habe bisher noch kein Buch diesem Thema gelesen gelesen.

    Deine Rezension spricht mich aber sehr an, so dass ich mir das Buch noch einmal genauer anschauen werde.

    LG
    die Yvi
    yvisleseecke.blogspot.de

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    1. Hallöchen Yvi,
      ich freue mich über deinen Besuch bei mir. :D Du bist ein gern gesehener Gast!
      Das Buch ist wirklich gut und ich kann es vollkommen empfehlen, vor allem wenn nicht nicht so starke Nerven hat. ^^ Das Buch ist nicht so blutig und trotzdem sehr spannend geschrieben.
      Ich hoffe, du gibst ihm eine Chance. :D Es hat es verdient. ^^

      Liebst, Lotta

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  3. Ich bin mit dem Thema selbst noch nicht in Berührung gekommen, aber das Buch klingt echt toll und kommt auf meine To-Read Liste :-)

    LG Nina

    www.madamecherie.de

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    1. Hallöchen Nina,
      ich freue mich, dass ich dich mit der Rezension neugierig auf das Buch machen konnte! Es ist ein wirklich gutes Buch, dass einen Einblick in das Thema Wachkoma gewehrt, auch wenn nicht alles konform geht mit dem was ich sonst so über das Thema gelesen habe, aber ich denke, dass es auch da sicherlich verschiedene Formen des Wachkomas gibt. :D Ich würde mich freuen von dir zu hören, wie dir das Buch gefallen hat.

      Liebst, Lotta

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