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20. Januar 2016

Nicolas Barreau: Paris ist immer eine gute Idee

Piper | 382 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Originaltitel: Paris ist immer eine gute Idee
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Wenn Héloïse den Mond als Lampe für ihr Zimmer hätte haben wollen, wäre Maurice sicherlich auch Astronaut geworden, um ihr diesen vom Himmel zu holen.

Über das Buch

Wenn Rosalies Lieblingsfarbe nicht Blau gewesen wäre, hätte sie vielleicht niemals die Geschichte 'Der blaue Tiger' illustriert und das Buch in das Schaufenster ihrer kleinen Papeterie gelegt. Sie hätte niemals den Literaturprofessor mit den azurblauen Augen kennengelernt, der aufgebracht hereinstürzte, einen Postkartenständer umwarf und sie beschimpfte, ihm die Geschichte gestohlen zu haben. Sie hätte nie vor einem Rätsel gestanden. Sie hätte nie nach der Wahrheit gesucht. Und sie hätte – wer weiß? – vielleicht den glücklichsten Moment ihres Lebens verpasst.


Meine Meinung

Einstieg
positiv
Der Leser lernt Rosalie und ihre Lebensumstände kennen, das erklärt ihr Wesenn und warum sie so wurde, wie sie wurde. Sie war mir sofort sympathisch, denn auch ich habe einen Faible für die Farbe Blau. Ich habe diesen Einstieg als sehr angenehm empfunden.

Schreibstil
okay
Es wurde der auktoriale Erzähler verwendet, was ich bei dieser Geschichte ein wenig schade fand, weil sie meiner Meinung nach auch sehr gut mit Ich-Erzählern ausgekommen wäre. Ich hätte es schön gefunden das Buch aus Sicht von Rosalie, Robert und dem alten Kinderbuch Autoren zu lesen. Leider wirkten einige Passagen zu gestellt oder waren sehr kitschig, weshalb ich nicht zu hundert Prozent vom Schreibstil überzeugt war.

Charaktere
positiv
Die Geschichte hat drei Protagonisten Rosalie, die wir schon am Anfang des Buches kennenlernen, Robert, der Amerika, der behauptet, dass Max Marchais, der Kinderbuchautor, seine Geschichte gestohlen hat. Alle drei werden vorgestellt und ausführlich charakterisiert. Ich hatte sie alle drei vor Augen beim Lesen. Es hat mir sehr gefallen, dass auch Nebenfiguren wie Rachel und die Aushilfe im Laden von Rosalie sehr prägnant beschrieben waren, sodass ich sie mir trotz ihrer kleinen Rolle im Buch sehr gut vorstellen konnte.

Setting
hach Paris!
Das Setting war traumhaft. Ich konnte mir den kleinen Postkartenladen in der kleinen Seitenstraße genau vorstellen, in meinem Kopf war es dort alles sehr verträumt und verspielt und ich habe es genossen Robert auf seine Ausflüge durch Paris zu begleiten. Ich liebe es, wenn in Büchern Orte beschrieben werden, an denen ich schon einmal war. Manchmal, bei diesem Buch ging es mir so, bekomme ich dann Fernweh.

Verlauf
okay
Leider konnte der Verlauf mich nicht wirklich mitreißen. Ich hätte mir mehr Tempo gewünscht und vielleicht ein bisschen mehr Spannung. Im Großen und Ganzen wusste ich immer was als Nächstes passieren würde und welches Geheimnis dahinter steckt. Natürlich war es nett verpackt, aber irgendwie ein bisschen fad.

Ende
passend
Zumindest kann ich sagen, dass das Ende perfekt zum Rest des Buches gepasst hat. Es war romantisch und auch ein bisschen witzig. Ich mag es, dass ein Bogen zum Anfang der Geschichte geschlagen wurde. Ebenfalls als positiv zu vermerken: es bleiben keine offenen Fragen zurück.


Bewertung: Note 3

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ein wenig mehr von der Geschichte erwartet habe. Natürlich konnte man sich einige Sachverhalte sicherlich schon vor dem Lesen denke, aber ein bisschen mehr Spannung und Tempo hätten dem Buch, meiner Meinung nach, gut getan. Der Schreibstil hat mich sehr an den von Nicolas Sparks erinnert, mit dem ich auch nicht immer zurecht komme. Alles in allem war das Buch ganz nett, aber nichts, von dem ich sagen würde, dass man es unbedingt lesen muss. Wer gerne Bücher liest die in Paris spielen, sollte es sich jedoch näher anschauen. Das Setting ist wirklich wunderbar beschrieben.



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Meine Frage an euch ..

Lest ihr lieber Bücher die an Orten spielen, wo ihr noch nicht ward oder wo ihr schon einmal ward?
Ich glaube, ich lese lieber Bücher, die an Orten spielen wo ich schon einmal war. Ich freue mich dann beim Lesen immer, wenn ich bestimmte Dinge wiedererkenne und an meine eigene Zeit dort denke. Das gibt mir ein gutes Gefühl und vor allem kann ich mich dann meist auch besser in die Geschichte hineindenken.


Kommentare:

  1. Liebe Lotta, ich fand das Buch ziemlich schrecklich... im Gegensatz dazu warst du noch sehr gnädig mit dem Buch ;) Ich fand es leider viel zu kitschig und gleichzeitig irgendwie lahm und auch der "Parixs-Bonus" zieht bei mir einfach nicht :D

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Hallöchen Anna,
      hahahaha du hast mich gerade sehr zum Lachen gebracht mit deinem Kommentar. ^^ Nun ich fand es eben ganz okay. Es war jetzt nich grauenvoll, aber manchmal eben ein wenig zu kitschig. Das Setting hat mir jedenfalls sehr zu gesagt! :D
      Aber ich merke schon, das Buch ist bei dir komplett unten durch. ^^

      Liebst, Lotta

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  2. Huhu Liebes,
    ich lese auch gerne Bücher von Orten, an denen ich schon war. Man kann sich dann so toll alles vorstellen und hat sofort seinen eigenen Besuch dort wieder vor Augen. Das mache ich unglaublich gerne...
    Daher lese ich auch besonders gerne Bücher, die in Berlin spielen. Berlin ist einfach meine Stadt, ich liebe sie, obwohl ich mir komischerweise nicht vorstellen könnte, dort zu leben...

    Alles Liebe, Nelly

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    1. Hallöchen Nelly,
      ja genau das empfinde ich auch, wenn ich ein Buch lese, das an einem Ort spielt, an dem ich schon mal war. Das ist immer so ein tolles Erinnerungsgefühl. Und manchmal, wie bei Jonah, muss es auch gar nicht genau der gleiche Ort sein, sondern ein ähnlicher. Bei Jonah hat mich das teilweise richtig heftig mitgenommen. O:
      Ich mag Berlin auch aber Hamburg mag ich noch viel lieber, aber ich könnte mir im Gegensatz zu dir auch vorstellen nach Hamburg zu ziehen, auch wenn ich mein kleines süßes Bremen liebe! :D

      Liebst, Lotta

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