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3. Juli 2014

Michael Robotham: Erlöse mich



Verlag: Goldmann
hier kaufen: Buch
Ebook
Seitenzahl: 448
ISBN: 3442313171




Information zum Buch

Er ist dein Beschützer. Er ist dein Erlöser. Und er will dich vernichten.
Ich habe mich verliebt, und ich bin ihr gefolgt. Sie sah mich nicht. Sie wusste nicht einmal von meiner Existenz. Jetzt bin ich die wichtigste Figur in Marnies Leben, doch sie weiß es noch nicht. Ich bin der, der aufpasst. Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal - immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden.
[Quelle - Text gekürzt]

Wirkung

Allein der Name "Michael Robotham" macht dieses Buch sehr ansehnlich. Das Cover ist ziemlich toll gestaltet, vor allem weil es sehr schlicht gehalten ist. Die Seile sehen so aus, als würde sie das Buch festhalten und der Titel passt dazu natürlich perfekt, aber nicht nur zum Cover sondern auch zum Inhalt des Buches.

Positives
 
Anfänglich wird Marnies Leben und ihre Lebensumstände beschrieben, sodass man sich als Leser gleich erstmal ein Bild von ihr machen kann. Ehrlich gesagt, kam sie mir anfänglich wie eine ziemliche Versagerin vor und das hat sich auch im Verlauf das Buches nicht sonderlich geändert, sie war mir irgendwie nicht sehr sympathisch. Aber der Einstieg hat mir sehr gut gefallen, weil man auch gleich erfahren hat, in welcher Verbindung sie zu dem Psychologen Joe O'Loughlin steht. Der Hauptteil der Geschichte wurde durch den auktorialen Erzähler berichtet, den ich sehr angenehm zu lesen fand. (Sonst mag ich den Stil eigentlich nicht so gerne) In unregelmäßigen Abständen gibt es jedoch nach den "normalen" Kapiteln Abschnitte, in denen ein Ich-Erzähler seine Sicht auf die Dinge beschreibt. Das macht die Geschichte noch einmal spannender, als sie ohnehin schon ist. Ich habe ja schon erwähnt, dass Marnie mir nicht besonders sympathisch ist, weil sie ein wenig weinerlich wirkt, trotzdem ist sie vorstellbar beschrieben, ebenso wie ihre Kinder (In die ich mich beide verguckt habe) und andere Randpersonen. Mein besonderer Liebling war natürlich wieder dieser äußerst sympathische, an Parkinson Erkrankte Psychologe Joe O'Loughlin. Joe kommt mir immer vor wie ein alter Bekannter (man kennt ihn aus Vorgängerbüchern wie "Sag es tut dir leid" und die meiste Zeit habe ich das Bedürfnis ihn in den Arm zu nehmen. Anfänglich habe ich mich mit dem Verlauf und dem Tempo etwas schwer getan, weil es mir zu langsam voran ging, aber ich glaube das war nötig, damit die Geschichte richtig in Fahrt kommen konnte. Als dann erstmal Tempo aufgenommen wurde, ging es rasant weiter, sodass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Besonders genial fand ich, dass der Ausgang der Geschichte für mich absolut nicht offensichtlich war. Immer wieder habe ich geschwankt in meinen Vermutungen, sowas liebe ich besonders an Thrillern. Was ich mindestens genauso sehr liebe, sind Anspielungen auf Sachverhalte aus zuvor erschienen Büchern. Diesmal war es Joes immer wiederkehrender Albtraum. Das Ende war für mich sehr zufriedenstellend, der Fall wurde gelöst und die Schlussszene war ziemlich emotional. Trotzdem ist nicht alles vollkommen geklärt und ich bin gespannt, ob man Marnie in einem der nächsten Bücher vielleicht noch einmal begegnet.

Negatives

Ich habe nichts negatives zu sagen.

Zitat

Sie ist introvertiert, sensibel, still, aufmerksam. Sie hört mehr zu, als dass sie redet. Sie buhlt nicht um Aufmerksamkeit und wüsste nicht, wie man einen Raum voller Menschen in den Bann schlägt. In einem Laden voller Bücher fühlt sie sich wohler.

Bewertung

Note 1
{sehr gut}
 
Endlich mal wieder ein wirklich grandioser Thriller. Ich liebe es, wenn ich nicht von Anfang an sagen kann, was eigentlich Phase ist, das ist für mich echt ein Thriller mit hoher Qualität. Den Leser an der Nase herumzuführen will gelernt sein und ich bin davon überzeugt, dass Michael Robotham neben Sebastian Fitzek einer der Besten auf diesem Gebiet ist. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und ich kann es jedem Thrillerfan nur wärmstens empfehlen. Lest Michael Robotham!

Kommentarfrage

Was ist euch am wichtigsten in Bezug auf Thriller?
Wie muss ein richtig guter Thriller sein?

Liebst, eure Lotta!

Kommentare:

  1. Ich nehme an, es ist nicht dein erster Robotham?!
    Philly + Steffi + Ich lesen ab Montag den ersten Band. Gott, was freu ich mich :3

    Was mir wichtig bei einem Thriller?
    Dauerhafte Spannung, intelligente Killer, gutes/er Ermittler(team) und ein Ende, was mich nicht direkt vorhersehen kann!
    Falls es doch früh verraten wird, muss der Weg dahin grandios sein und ein super Finale hinlegen!

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    1. Hallöchen :D
      Du nimmst richtig an, das war nicht mein erster Robotham. Ich liebe es einfach unglaublich wie er schreibt und wie er seine Bücher aufbaut! Ich bin wirklich fast genauso begeistert wie von Sebastian Fitzek! Ich wünsche euch viel Spaß beim ersten Teil, auch wenn ich gestehen muss, dass ich den noch nicht gelesen habe. Ich habe irgendwann einfach mal mitten in der Reihe angefangen, aber das ist bei diesem Büchern gar kein Problem. Ich habe mir vorgenommen auch die anderen Bücher auf jeden Fall noch zu lesen. Zumindest alle in denen auch Joe O'Loughlin mitmacht ;) !

      Mir ist quasi genau das gleiche wichtig wie dir :D Am schlimmsten finde ich es immer, wenn seitenlang beschrieben wird, wie das Ermittlerteam auf der Stelle trampelt..

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

      Liebst, Lotta

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    2. Ich vergleiche Fitzek gar nicht mit "ausländischen" Autoren, denn dafür gibt es zu viel Konkurrenz ;)
      Aber hier in Deutschland steht er immer noch unangefochten auf Nr 1 bei mir!

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    3. Nein, ich glaube man kann fitzek eigentlich gar nicht vergleichen xD denn für mich bleibt er im allgemeinen die Nummer 1 :D es gibt sehr wenige, die ansatzweise an ihn herankommen und das sind dann meiner Meinung nach eigentlich nur ausländische Autoren ;)

      Liebst, Lotta

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    4. *kramt ihr Vincent Kliesch-Fan-Banner raus*
      *in den Wind halt*
      *schwenk*
      *wedel*

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  2. Huhu Lotta,

    ein guter Thriller muss für mich vor allem eines sein: durchgehend unberechenbar. Ich will immer wieder überrascht werden. Leider ist das eine Eigenschaft, die mittlerweile nicht mehr so häufig auftritt in diesem Genre. Die meisten Thriller funktionieren nach einem bestimmten Grundrezept, das mich unfassbar nervt. Ich fasse zusammen: Isolierter Ermittler mit dunklem Geheimnis bekommt Fall zugewiesen, der an die eigene Vergangenheit erinnert. Erhält einen neuen Partner des anderen Geschlechts, verliebt sich, [hier ggf. erotische Szenen einfügen]. Duo arbeitet gemeinsam obsessiv an dem Fall. Einer von beiden wird entführt. Identität des Killers kann in letzter Sekunde aufgedeckt werden. Entführter Partner wird noch gerade so gerettet. Happy End.
    Sicher gibt es AutorInnen (und Fitzek gehört dazu), die nicht mit diesem Rezept arbeiten und wann immer mir so ein Thriller begegnet, bin ich zutiefst dankbar. Das Problem ist nur, es sind so wenige Thriller innovativ und frisch, dass ich meinen Konsum dieses Genres massiv eingeschränkt habe. Ab und zu traue ich mich noch mal, zu einem Thriller zu greifen, aber das passiert viel seltener als früher.

    Liebe Grüße,
    Elli

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    1. Hallöchen Elli,
      Ich weiß genau was du meinst und ich habe hier einen echt Thriller-Schmaus für dich! Also wenn es dich mal wieder überkommen sollte und du wilslt gerne einen richtig guten Thriller lesen, dann lies Michael Robotham! (Oder Fitzek ;D) Er schreibt nicht nach Schema F und sein Protagonist hat auch kein dunkles Geheimnis ;) Joe ist ein unheimlich sympathischer Ermittler der an Parkinson erkrankt ist. Ich kann wirklich nur immer wieder sagen "Lest Michael Robotham" :D Und los!

      Liebst, Lotta

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  3. Ah, na dann verstehe ich deine Begeisterung wegen der Leserunde gleich noch besser! :D Bisher gefällt mir "Adrenalin" auch wirklich gut!

    Ein richtig guter Thriller? Eigentlich bin ich da ziemlich kritisch: Er muss gute Figuren bieten, keine austauschbaren 08/15-Typen und auch nicht zu überzeichnete. Dann muss der Plot stimmen, es darf nicht zu abwegig sein und auch nicht zu offensichtlich. Die Spannung muss gut aufgebaut sein. Dann finde ich den "modus operandi" des Täters wichtig, da darf es gerne auch mal etwas kreativer zugehen. Und was ich noch mag, ist, wenn der Killer selbst zu Wort kommt oder eine Rolle innehat, vielleicht sogar damit gespielt wird, dass er dem Leser sympathisch ist oder Fragen aufwirft, ob sein Töten gerechtfertigt ist. Ja, irgendwie so, und der Schauplatz ist auch ein Punkt, ich mag es, wenn ein Thriller sich gut an den Ort fügt, an dem er spielt, manchmal entsteht da so eine ganz besondere Atmosphäre.

    Die geheimen Zutaten für einen guten Thriller, wenn man die mal alles zusammen hätte! :D

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    1. Hallöchen :D
      (Ich muss einfach mal Danke sagen für deine vielen tollen Kommentare :D Danke!) Ich finde Michael Robotham wirklich toll und ich kann bisher eigentlich jedes Buch empfehlen, was ich von ihm gelesen habe! Das kann ich nicht bei vielen Autoren behaupten. ^^
      Was ich an manchen Thrillern immer besonders blöd finde ist, wenn sich das alles auf einmal wie aus dem nichts aufklärt und man als Leser so denkt "Ist klar.."
      Ich sehe schon, deine Anforderungen an einen Thriller wären mit diesem Buch hier sehr gut bedient ;)
      Ich hoffe du wirst noch weitere Michael Robotham Thriller lesen ;D

      Liebst, Lotta

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    2. Mit dem größten Vergnügen, ich freu mich doch, wenn wir uns jetzt öfter lesen! :D Und ich hab auch schon dreimal angefangen, Dir ne Mail zu schreiben, weil ich mich wiederum so über deine Kommentare gefreut habe, aber dann dachte ich, das wäre albern und naja... ^^ Jetzt haben wir das hier ja zum Glück geklärt! ;)

      Also jetzt habe ich ja "Adrenalin" beendet und bin ganz doll neugierig auf das nächste Buch, ich denke, Robotham wird mich jetzt erstmal eine Weile begleiten. ^^

      Argh, stimmt, wenn wie aus dem Nichts eine Auflösung aus dem Hut gezaubert wird, das wird schnell unglaubwürdig. Und bei all der dichterischen Freiheit lege ich doch Wert darauf, dass das alles irgendwie noch habwegs Hand und Fuß hat! ;D

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    3. Ohhh das ist aber lieb von dir :D
      Ja wir werden uns jetzt wohl öfter mal lesen ! :D Freu mich.

      Ich freue mich, dass dir "Adrenalin" gut gefallen hat, ich hab es wie gesagt noch nicht gelesen, aber das werde ich bestimmt noch nachholen ;)

      Liebst, Lotta

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